Das digitale Editionsprojekt „Exile Letters“ des Instituts für vergleichende Städtegeschichte (IStG) an der Universität Münster bietet eine digitale Infrastruktur für Korrespondenzen jüdischer Familien aus Westfalen, die vor dem Hintergrund nationalsozialistischer Verfolgung durch Emigration, Flucht und Deportation getrennt wurden. Die mit dem TEI-Publisher entwickelte Webseite präsentiert die größtenteils handschriftlich verfassten Briefe mit Faksimileansicht, Transkriptionen und englischen Übersetzungen. Ausführliche Anmerkungen, umfassende Personen-, Orts- und Sachbegriffsregister ermöglichen vielseitige Navigations-, Such- und Filterfunktionen.
Der 2024 von Rita Schlautmann-Overmeyer, M.A. und Simon Dreher, M.A. herausgegebene Ausgangsbestand „Friedeman-Waldeck“ (162 Briefe) beinhaltet den Briefnachlass der Münsteraner Familie Waldeck sowie die Briefe des Schwiegersohns Simon Friedeman (Siegfried Friedemann). Die Erschließung weiterer Briefkonvolute ist in Vorbereitung.
Abbildung: Die Münsteraner Familie Waldeck, 1918/1919 (Privatbesitz Ruth Federman-Stein).
Institut für vergleichende Städtegeschichte (IStG)